Seit ein paar Monaten programmiere ich anders. Nicht allein, sondern mit Claude. Nicht zuerst tippen, sondern zuerst beschreiben.
Manche nennen das “Vibe Coding” — ein bisschen abwertend, als wäre es nicht echtes Programmieren. Ich sehe das anders.
Was sich verändert hat
Die Geschwindigkeit, mit der ich Ideen ausprobieren kann, hat sich vervielfacht. Was früher einen halben Tag Setup bedeutete, ist heute in einer Stunde erledigt. Nicht weil die KI alles macht — sondern weil ich mich auf die Entscheidungen konzentrieren kann statt auf die Boilerplate.
Das Handwerk bleibt. Ich muss immer noch verstehen, was der Code tut. Ich muss Entscheidungen treffen, Architekturen bewerten, Trade-offs abwägen.
Der Unterschied
Früher war ich Architekt und Maurer zugleich. Heute bin ich mehr Architekt. Das ist kein Betrug — das ist Spezialisierung.
Die Frage ist nicht ob KI coden kann. Die Frage ist, wer die richtigen Fragen stellt.
Wer die falschen Fragen stellt, bekommt schnell falschen Code. Vibe Coding ohne Verständnis endet im Chaos. Mit Verständnis wird es zu einem Werkzeug, das Freude macht.